N. Ammermann
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Zukunftsforschung

Zukunftsforschung

Zukunftsforschung: Die Futurologie (lat. futurum „Zukunft“ und -logie) oder Zukunftsforschung ist die Wissenschaft von der Zukunft, in Analogie zur Geschichte als Wissenschaft von der Vergangenheit. Der Begriff Futurologie wurde 1943 von Ossip K. Flechtheim eingeführt. Die Zukunftsforschung ist im Wesentlichen in den USA entstanden, hauptsächlich nach dem Zweiten Weltkrieg. In Europa war Frankreich das Pionierland, mit Autoren wie Bertrand de Jouvenel und Jean Fourastié sowie mit der staatlichen „Planification“ und der Association Futuribles. Rolf Kreibich (2000) schreibt: „Die Zukunftsforschung unterliegt in Abgrenzung zu zahlreichen pseudowissenschaftlichen Tätigkeiten wie ‚Trendforschung‘, ‚Prophetie‘ oder ‚Science Fiction‘ grundsätzlich allen Qualitätskriterien, die in der Wissenschaft an gute Erkenntnisstrategien und leistungsfähige Modelle gestellt werden: Relevanz, logische Konsistenz, Einfachheit, Überprüfbarkeit, terminologische Klarheit, Angabe der Reichweite, Explikation der Prämissen und der Randbedingungen, Transparenz, praktische Handhabbarkeit u. a.“ Die beiden Weltverbände der Zukunftsforschung sind: World Futures Studies Federation WFSF World Future Society WFS Zukunftsmanagement bezeichnet die Gesamtheit der Methoden, Werkzeuge und Prozesse, die im Rahmen der Unternehmensführung eingesetzt werden, um Veränderungen der Kunden, des Marktes und der Technologien sowie die daraus erwachsenden Bedrohungen und Chancen frühzeitig zu erkennen und sie in das strategische Management einfließen zu lassen. Zukunftsmanagement schlägt eine Brücke zwischen der Zukunftsforschung und dem strategischen Management und erleichtert so die Nutzung von Zukunftswissen und Methoden der Zukunftsforschung als unternehmerische Ressource. In einem weiten Verständnis ist Zukunftsmanagement, je nach Herkunft des Betrachters, Teil des strategischen Managements oder der unternehmerische Teil der Zukunftsforschung. Das von Pero Mićić entwickelte Eltviller Modell bietet einen ganzheitlichen Überblick über die Prozesse und Ergebnisse des Zukunftsmanagements.Das Eltviller Modell ist ein Modell des Zukunftsmanagements, das von einem in Eltville am Rhein ansässigen Unternehmen verwendet wird. Es soll nach Angaben des Unternehmens als ganzheitliche „Landkarte“ für Methoden und Begriffe des Zukunftsmanagements dienen. Es schlägt eine umfassende und integrierte Terminologie für die Kommunikation über zukünftige Umfeldentwicklungen und die eigene Zukunftsstrategie vor. Es unterscheidet acht Arten der Zukunft, die für die Praxis jedoch wieder in fünf "Zukunftsbrillen" (Sichtweisen) zusammengefasst werden. Unter "Zukunftsradar" soll eine einleitende Phase verstanden werden, in der "Zukunftswissen" erfasst wird. Am Ende des Prozesses steht die Phase der "Institutionalisierung". Das Eltviller Modell verwendete je nach "Brille" verschiedene Standard-Methoden und -Techniken in unterschiedlicher Ausprägung und Reihenfolge.