N. Ammermann
Sie sind hier: Startseite » Milieuansatz » 3 Handeln » Milieus im Sandkasten

Milieus im Sandkasten

Die Entscheidung für einen bestimmten Kindergarten hängt für viele Eltern primär von der Entfernung ihres Wohnsitzes zur Einrichtung ab. Es stellen sich Fragen nach

* - der Art, wie die Tagesstätte im Ortsteil eingebunden ist,
* - welche Zuwege und Infrastruktur um sie gelegen sind,
* - welche Institutionen sich in der Nähe befinden (beispielsweise Schulen für die älteren Geschwister).

Kinder gehobener Milieus sind ortsungebundener, da sie auf Motorisierungen zurückgreifen können; Kinder konsummaterialistischer Milieus sind ortsgebundener, da die Eltern Nähe und Transportkosten in Relation setzen müssen

Kindertagesstätten haben bei ihrer Konzeptbildung auf ihre Milieuausrichtung zu achten und ihr Outfit enstprechend zu gestalten. Der Eingansbereich gibt beispielsweise den ersten Eindruck von einer Einrichtung wieder, und wer auf einen Kindergarten zugeht, entscheidet in Sekundenschnelle, ob dieser Ort den eigenen Vorstellungen entspricht oder nicht.

Als Beispiel finden sich hier drei Eingangsbereiche von Kindergärten, die einmal

traditionell-bürgerlich
konsummaterialistisch
etabliert

ausgerichtet sind.

etabliert: Kombination etablierter Blautöne und gediegener Rottöne. Repräsentative Front und offener Eingangsbereich
konsumorientiert: Eingang direkt am Strassenbereich, direkte Funktionalität (Schaukasten am Eingang), unspezifisches Begrüssungsbanner
traditionell: nicht zu übersehendes Banner mit traditioneller Bezeichnung (“garten” statt “hort” oder “tagesstätte”). Traditionelle Zaunabsperrung, farbliches Allerlei